Wie ihr in meinem letzten Beitrag schon lesen konntet, bin ich ein exorbitanter Fesivalfan. Eines meiner Lieblingsfestivals ist das FM4 Frequency Festival in St. Pölten, das ich heuer zum 15-jährigen Jubiläum schon zum fünften Mal besucht habe. Diesen Beitrag widme ich der heurigen Organisation des Festivals, die, was ich jetzt schon verraten kann, ziemlich nice war – besser als das Line-Up. :b
Grundsätzlich war ich, bevor das Team von Frequency die zahlreichen Erneuerungen bekannt gab, relativ ungewiss gegenüber dem Festival eingestellt. Das liegt daran, dass bei so ziemlich jedem größeren Festival in Österreich und Deutschland im Winter bereits einige Acts bestätigt waren – beim Frequency nicht. Ich war mir nicht mal sicher, ob das Festival überhaupt stattfindet. Unsicherheit hin oder her – das Line-Up tauchte dennoch irgendwann auf, auch wenn nicht so gut wie die der letzten Jahre. Künstler wie Ellie Goulding und Martin Garrix ließen das Festival wie ein Ö3-Geburtstagsfest wirken.
Dennoch gab es Acts, die mich doch dazu brachten, Frequency zu besuchen. Bad Religion sollte man mal gesehen haben – obwohl sie fast überall spielen. K.I.Z ist live immer geil, obwohl das neue Album, ausschließlich drei bis vier Songs, nicht meinen Geschmack trifft. Major Lazor, Chemical Brothers, Offspring und Casper sind auch ein Muss. Und Frittenbude ist eine meiner Lieblingsbands – also alles in allem doch ein Besuch wert.

Ich schätze und finde es unheimlich toll, dass das Festival die Möglichkeit bietet, alte Zelte abzugeben, um sie an Asylanten zu spenden. Leider werden die meisten Zelte nicht am Gelände zurückgelassen, weil man sie nicht mehr braucht, sondern weil den Besuchern nach drei bis vier Tagen exzessiven Alkoholkonsums einfach die Motivation zum Zusammenräumen fehlt. Das nächste Mal, falls es dann noch notwendig ist, wäre es also taktisch günstig Hilfskräfte, die die herrenlosen Zelte einsammeln, anzustellen.
Mehr Sanitäranalgen – hab ich gefeiert. 😀
Des Weiteren hat man gesehen, dass mittlerweile auch das Frequency-Team sehr wohl eingesehen hat, dass es Müllentsorgungen bereits während des Festivals geben kann. Es wurden genug Mülltonnen, sowohl bei den Stages als auch am Campingplatz, aufgestellt. Täglich gingen kleine Truppen durch das Areal und besprayten Zelte, was sehr beliebt war, im Gegensatz musste man einen Müllsack abgeben.
Das, was ich noch immer nervig finde, ist dass jeder Gastro-Stand andere Becher hat. Das heißt, man kann nachher recht viele Stände abgehen (und suchen!) um seine Becher abgeben zu können. Außerdem: Jacky-Zelt – wieso warst DU weg? (oder ich zu breit?) 😉

Dafür gab es Jutebeutel, die meinen Dauerzustand relativ gut beschrieben 🙂
Der neue Night-Park, der jetzt in demselben Areal beheimatet ist, wie die Day-Park-Konzerte, war eine der besten Erneuerungen – wobei das Busfahren und durch die Nacht wandern schon lustig war. 😀 Das nächste Mal wären Wegweiser zum Night-Park hilfreich. Viele Leute haben Runden gehen müssen, um zum Night-Park zu kommen, weil sie dachten, er wäre wo anders.
Alles in allem muss ich sagen, dass das Festival – besonders durch die Erneuerungen und die kompetenten Securitys, die sich wirklich auskannten – recht gut gelungen ist. Vielleicht spielen ja nächstes Jahr mal Bands, die man sonst nicht so oft sieht – wie wärs mit Sum41, The Libertines, Blur/Gorillaz oder Arctic Monkeys? Dadurch würde das Festival wieder an alternativem Flair gewinnen (back to the Roots? 🙂 ), anstatt die Mainstream-Kiddie-Meute anzuziehen. 🙂
Cheers und brav feiern,
Clari. 😀

Ein Kommentar zu „FM4 Frequency Festival ’15 – Eindrücke vor und nach dem Festival“