Er will Pop für alle machen. Subkultur und Mainstream sollen vereint werden. Die derzeitige Poplandschaft findet er apathisch. New Wave, Indie-Pop und Post-Punk; seine Musik erinnert an die 80er – Depeche Mode, The Cure, The Smiths, Joy Division. Die Rede ist von Max Gruber, der eigentlich als Drangsal bekannt ist.
Provinz, Berlin, Leipzig, Berlin, Harieschaim

Geboren und aufgewachsen ist Max Gruber im deutschen Herxheim bei Landau. Gruber brachte sich in seiner Jungend viele Musikinstrumente selbst bei. Wie es für Provinzen gewöhnlich ist, tanzte der Künstler, dessen Inspiration Marilyn Manson ist, durch sein Tun, Schaffen und seine Präsenz aus der Reihe und ging nach Berlin. Mit dem Sänger von Sizarr zog er infolgedessen nach Leipzig. Gegenwärtig darf sich Deutschlands Hauptstadt wieder über Grubers Anwesenheit erfreuen.
2016 stellte Drangsal den Vor-Act der Kraftklub-Tour da und im April 2016 erschien sein Debütalbum „Harieschaim“.
Just saying: Der Künstlername „Drangsal“ ist skurrilerweise i.Ü. an ein Landauer Bestattungshaus angelehnt.
Harieschaim, Brachial-Pop, deutsche Titel, englische Lyrics
Am 22. April erschien sein Debütalbum Harieschaim. Harieschaim, der altertümliche Name seiner Heimat Herxheim. Nicht nur den der Titel ist von seiner Heimat geprägt: In der Musik verarbeitet Drangsal Erfahrungen, die er in der Provinz erlebte, und die verschiedensten musikalischen Einflüsse, die er während seiner Kind- und Jungend kennengelernt hat. Die opulente Brachial-Pop-Scheibe besteht vorwiegend aus englischsprachigen Lyrics – die Titel werden zumeist in deutscher Form belassen.
Musikalisch lassen sich Verbindungen zu den 80ern herstellen. Depeche Mode, Joy Division und deren Nachfolger New Order sind unvermeidlich vergleichbar mit Drangsal. Drangsal wirkt wie aus der Vergangenheit importiert – nur auf seine ganz eigene Art und Weise neu.