Am 15. Mai gastierten Madsen und Resi Reiner auf den Grazer Kasematten. Madsen feierten im Zuge ihrer Die-Perfektion-Tour ganze 15 Jahre Bandgeschichte. Neben einem kurzen Konzertbericht könnt ihr im Anschluss meine Fotos ansehen, die ich mit meiner Nikon F90x geschossen habe. 🙂
Grundsätzlich geht man aus zwei Gründen auf Konzerte. Einerseits um die Hits der Band zu hören, andererseits, um das neueste Album kennenzulernen. Bei Madsen würde das ja gut passen! Über 15 Jahre Bandgeschichte haben sich so einige Hits gesammelt. Außerdem haben die Indie-Rocker während der Covid-19-Pandemie ein neues, eigentlich ziemlich punkiges Album veröffentlicht. Den ersten Auftrag konnten die Indie-Rocker zweifelsfrei erfüllen. Madsen startet das Konzert mit den Songs „Vielleicht“, „Sirenen“ und „Mein Herz bleibt hier“ sehr laut und energiegeladen. Band und Fans waren sichtlich froh, endlich wieder Konzerte live miterleben zu dürfen. Im weiteren Verlauf des Konzerts wurden die Fans nicht enttäuscht: Madsen hauten einen Song nach dem anderen aus ihrem Hit-Repertoire raus. Neben „Kompass“ wurden „Nachtbaden“ und „Du schreibst Geschichte“ performt. 15 Jahre Bandgeschichte ließen sich die Madsen-Brüder nicht anmerken! In knapp eineinhalb Stunden schrien, sprangen, rockten und powerten die Indie-Rocker das Grazer Publikum ordentlich aus.
Madsen macht das gut und weiß, wie man seinen alteingesessenen Fans ordentlich einheizt. „Alteingesessen“ ist hier das Stichwort, denn Fans, die die neuen deutschpunkigen Songs wie „A.W.M.“, „Auf deinem Balkon“ oder „Herzstillstand“ hören wollten, kamen zu kurz – es wurde leider kein einziger Song aus dem meiner Meinung nach besten Album „Na gut dann nicht“ performt. Hier stellt sich nun die Frage, wieso wir nichts aus „Na gut dann eben nicht“ hören durften? War die neue Scheibe vielleicht nur ein Platzhalter während der Covid-19-Pandemie und doch zu punkig für das Indie-Publikum? Madsen performten ein solides eineinhalbstündiges Indie-Konzert. Madsen kann das gut, zieht das Publikum in ihren Bann und macht das Ganze wirklich mit Herzblut, keine Frage! Allerdings finde ich es als Deutschpunk-Fan ziemlich schade, dass nicht mal ein Song aus dem Album „Na gut dann nicht“ gespielt wurde.












*Nikon F90x Ilford HP5 Plus 400 und Ilford 400 XP2 Super; Fotos und Text (c) Clarissa Berner