Meine Obsession Konzerte zu besuchen – Jahresrückblick 2015

(c) Clarissa Shannon Berner

Nach einer längeren Beziehung hat man immer überraschend viel Zeit, von der man nicht mehr wusste, dass sie überhaupt existiert. Perplex von diesem Freiraum geht man seinen Hobbys wieder nach – oder findet neue – und pflegt seine zwischenmenschlichen Kontakte, die während der Beziehung vernachlässigt wurden. In meinem bereits fünfzehnmonatigen Singleleben habe ich meine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt und einen fast schon obsessiven Drang, Konzerte zu besuchen, entwickelt. Hier ein kleiner Überblick und demnach auch mein Jahresrückblick von fucking 2015:

  • Februar 2015 – Kraftklub

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Kraftklub mit K durfte ich das erste Mal live im Februar im Grazer Orpheum sehen. Kraftklub sind eine Kampfansage! Abgesehen davon, dass ich mich hauptsächlich darauf konzentrieren musste, dass ich meinen Stehplatz in den vorderen Reihen nicht verliere, war das Konzert grandios, denn die Band aus der Karl-Marx-Stadt hat sich besonders viel Mühe dabei gegeben, den Kontakt mit dem Publikum aufrechtzuerhalten, besonders als sie das Publikum dazu aufforderten, ein Handy auf die Stage zu geben, um daraufhin die Eltern abzutesten, ob sie überhaupt wissen, wo ihr Sohn denn gerade sei. Die Jungs mit den roten Hosenträgern haben eine gute Mischung neuer und alter Songs gespielt – das etwas Ältere zwar erst am Ende des Konzerts, aber anyways.

  • Februar 2015 – Trailerpark 

Ich liebe Deutschrap und ich liebe Trailerpark, weshalb ich mich auch irrsinnig auf das Konzert freute. Obwohl das Rap-Quartett die Songs für ein Rapkonzert einwandfrei performt hatte, fand ich sie live beschissen. Die Location Gasometer in Wien war gefüllt mit Arroganz und Alligatoah, einer der vier Rapper mit den bekanntesten Solo-Hits, hatte schnell seinen Ruf, Künstler und Schauspieler zu sein, verloren – sorry.

https://www.instagram.com/p/zkeQt6jxqg/?taken-by=claari_van_daniels

  • März 2015 – Bilderbuch

Wie ich die stilvolle und und kleidungstechnisch eigene, aber großartige, Band voller Eleganz finde, könnt ihr in meinem Beitrag über das Grazer Nuke Festival nachlesen. Corporate Identity funktioniert seit Falco nicht besser. 🙂

  • April 2015 – Deichkind

10978568_10203568308429373_3983049499447715216_nIm Grunde finde ich kaum Freude an großen Konzerten. Viele der allzu bekannten Bands spielen Song für Song während dem Konzert komplett trocken herunter und das Highlight ist, wenn der Sänger sich ein Herz nimmt und Phrasen wie „Grrrraaz, are you alright?“„You are great!“ oder in grebrochenem Deutsch „Dankeschöeän“ die Menge schreit. Deichkind haben in der Grazer Stadthalle gespielt – also schon vor einer beträchtlichen Menge an Menschen. Trotzdem durften wir alle Teil ihrer großartigen, kunterbunten, einer Drogenparty ähnelnden Show inklusive einer Bierdusche und Federung sein – ihr kennt ja Deichkind.

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  • Juni 2015 – Springfestival + Haftbefehl

Ich habe dem Springfestival einen kleinen Besuch abgestattet, aber nicht lange, weil es am nächsten Tag straight zum Rock-im-Park-Festival ging.

06.05.-07. RIP

  • Juni 2015 – Rock im Park

Ich sag’s euch, Kinderleins! Wenn man Österreichische Festivals gewohnt ist, ist ein Deutsches schon richtiggehend erholsam: Es ist hygienischer, die Leute „zivilisierter“ und es ist alles deutlich besser organisiert. Abgesehen davon, dass ich mich dort piercen ließ und man Alkohol in Tetra-Paks zu den Stages mitnehmen durfte, sind mir Österreichische Festivals, wenn sie nicht immer mainstreamer werden würden, auf gut Deutsch g’sagt, weitaus lieber.

  • Juni 2015 – Donauinselfest

DIF12483033_10205414707708201_71315327_oZunächst war ich skeptisch, was ein kostenloses Festival wohl bringen mag, aber im Endeffekt bin ich mehr als glücklich, dass ich vor Ort war. Um ehrlich zu sein wollte ich das „Festival“ nur besuchen, damit ich OK Kid mal live sehe, da ich auf Rock im Park leider so betrunken war, dass ich sie total vergessen hatte.
Vom Fortgehen bis in die frühen Morgenstunden, nicht mehr nach Hause finden und in der U-Bahn einschlafen (oh Mann, wir sind in Alt Erlaa aufgewacht) war alles mit dabei – No Future, Rock! 🙂

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  • Juli 2015 – Electric Love

Ich will nicht darüber reden. Die Leute, die Location, die Musik. Nein – einfach nur NEIN… so ’ne Scheiße!

  • August 2015 – The Subways

Yea, das war mein erster Blogbeitrag. 🙂

  • August 2015 – Frequency

Um die bereits vierjährige Tradition fortzuführen war ich auch 2015 am Frrrequency.

  • September 2015 – Nuke

… und auf dem Nuke in Graz war ebenso. 🙂

  • September 2015 – AnnenMayKantereit

Leset! amk

  • September 2015 – Genetikk

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Weil wir so verwirrt waren, haben wir nicht hingefunden und schlussendlich nur drei, vier Songs miterlebt – die waren aber geil und hey, ich war dort. 😀
(Anm.: es war in einer fremden City).

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  • Oktober 2015 – Wanda

Auch zu dem Konzert findet ihr einen Blogbeitrag. 🙂

  • November 2015 – Tocotronic

Bei dem Konzert hatte ich leider den Eindruck, dass die Band jung bleiben wollte und sich in einer Midlifecrisis befindet. Ich habe viele alte bekannte Songs vermisst, aber ihr neues Album haben sie dennoch gut vorgestellt. Ich glaube, ich war die Jüngste dort.

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*Fotos und Text (c) Clarissa Berner

2 Kommentare zu „Meine Obsession Konzerte zu besuchen – Jahresrückblick 2015

  1. Ich war auf Einigen der erwähnten Konzerte, muss sagen, gut geschrieben und zusammengefasst. (y) Teile deine Meinung zum Electric Love ;L
    Ich glaube, wenn Du das ganze etwas ernsthafter angehen würdest (und vorallem nüchtern), könntest du easy für ne Musikzeitschrift oder Online Events berichterstatten und Bands interviewen, für C A $ H (;
    Auf jeden Fall weiter so, und ich hoffe dass Du auch in Zukunft alle Konzerte die Du besuchst auf die Weise beschreibst, les sowas gern. Peace

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    1. heyho,
      erstens, danke für dein Feedback, freut mich zu lesen. 🙂
      und zweitens, der Möglichkeit Cash damit zu machen, bin ich mir sehr wohl bewusst, aber der Blog heißt nicht grundlos „allesabgefeiert“. ich könnte die Texte auch, ohne Alkohol und meinen dortigen Zustand zu erwähnen, schreiben.. und etwas ernster. aber das will ich nicht. :b

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